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Prominente radeln für kranke Kinder

VOR-TOUR DER HOFFNUNG Erlös kommt auch Mainzer Projekten zugute / Fortsetzung schon in Planung

Von Torben Schröder

RHEINHESSEN. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 428124 Euro hat die 21. „Vor-Tour der Hoffnung“, die im vergangenen Sommer für drei Tage erstmals auch durch Rheinhessen führte, an Spendengeld zusammengebracht. Kliniken, Selbsthilfegruppen, Elternvereine und Stiftungen wurden bedacht. Seit es die Vor-Tour der Hoffnung gibt, kamen mehr als 3,1 Millionen Euro zur Heilung und Unterstützung krebskranker
und notleidender Kinder zusammen. Neben den beiden führenden Krebsforschungsinstituten in Freiburg und Gießen, die mit insgesamt 191000 Euro bedacht worden sind, floss ein Großteil der Summe an 20 Einrichtungen in Rheinland-Pfalz.

Ehrenamtliche organisieren Zwischenstopp-Aktionen

Auf 260 Kilometern waren die Radfahrer, darunter allerlei Prominente aus Sport, Fernsehen und Politik, in Rheinhessen unterwegs. Dabei wurden eine ganze Reihe Zwischenstopps angesteuert, bei denen vor Ort im Ehrenamt organisierte Aktionen dazu dienten, Spendengeld einzuwerben. „Wahnsinn, was da zusammengekommen ist“, freut sich Kai Leimig vom Förderverein für tumor- und leukämiekranke Kinder Mainz, der mit 50000 Euro bedacht worden ist. Dafür soll die Kinderkrebsstation „umgestaltet, kindgerechter und schöner gemacht“ werden.

10000 Euro gehen an Flüsterpost. Der Verein unterstützt die Kinder krebskranker Eltern – eine Arbeit, die Schätzungen zufolge jedes Jahr deutschlandweit 200000 Kinder neu betrifft. Die Hauptamtlichen im Verein beraten kostenfrei und sind daher auf Spenden angewiesen. Rund 50 Familien sind zurzeit allein in Mainz in Beratung, das Geld ist also willkommen – ebenso wie die 10000 Euro, die der Verein Funkelstern in Mainz erhält, der an Schulen Präventionsarbeit gegen Missbrauch und Gewalt leistet und dank der Zuwendung nun mit der Lemmchenschule in Mainz-Mombach die vierte Schule in ihr Programm aufnehmen kann. „Das ist eine Brennpunktschule, die das Projekt ganz dringend braucht“, betont Astrid Kaufmann. Mit den 10000 Euro, die der Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes erhält, werden die meist ehrenamtlich geführten Orts- und Kreisverbände dabei unterstützt, Schutzkonzepte gegen Übergriffe auf Kinder zu erstellen.

11000 Euro hat der Verein für Trauernde Eltern und Kinder Rhein-Main erhalten – Geld, das hoch willkommen ist, denn in Mainz-Hechtsheim gilt es, Miete und Betriebskosten zu zahlen. Die 22. Vor-Tour der Hoffnung ist bereits in Planung. „Geradelt wird an den beiden letzten Juli-Tagen und am 1. August 2017 im Großraum Bingen-Nahe, im Hunsrück, eine Teilstrecke am Rhein und einen Tag erneut im Herzen von Rheinhessen“, berichtet Organisationsleiter Jürgen Grünwald, „280 Kilometer sind zu bewältigen und knapp 2000 Höhenmeter zu überwinden.“ Je mehr Ehrenamtliche an der Wegstrecke für ein Programm sorgen, desto mehr Spendengeld für den guten Zweck kommt zusammen. Die Messlatte hängt.

DIE STRECKE

Die 22. Vor-Tour der Hoffnung startet jeweils in Bingen. Am 30. Juli geht es über Weiler,Waldalgesheim, Stromberg und Langenlonsheim, am 31. Juli wird in Rheinböllen, Wiebelsheim, Emmelshausen, Buchholz, Boppard, St. Goar und Bacharach Station gemacht. Am 1. August kommen die Radler nach Ingelheim, Jugenheim, Wörrstadt, Alzey und Sprendlingen. Weitere Stationen sind durchaus möglich.