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Organisator Jürgen Grünwald spricht im Interview über die 22. Benefiz-Radtour, die dieses Jahr in Bingen startet

BINGEN/WALDBREITBACH. Die Vor-Tour der Hoffnung startet in Bingen. Drei Tage treten Promis und Politiker, Sportler, Manager, Ärzte und engagierte Bürger Ende Juli sportlich in die Pedale. Die Benefizaktion bringt seit 22 Jahren Geld für krebskranke Kinder zusammen. Die AZ sprach mit Organisator Jürgen Grünwald (64).

Warum engagieren Sie sich seit Jahren so stark für Kinder mit Krebserkrankung?

Den ersten Kontakt zur Tour der Hoffnung hatte ich vor 23 Jahren. Damals war ich Verkehrsdirektor von Bad Neuenahr, also auf der Gastgeber-Seite. Die Radfahrer machten Station bei uns. Weil ich selbst gern Rad fahre, habe ich mich angeschlossen. Mein Schlüsselerlebnis war auf der Fahrt eine Kinder-Onkologie in schlecht beheizten Thüringer Holzbaracken. Mit einem Freund zusammen habe ich im nächsten Jahr eine Tour vor die eigentliche Tour vorgeschaltet.

Was kommt denn an Spendengeldern bei solch einer Rad-Tour zusammen?

Beim ersten Mal 1983 gerade einmal 4500 Euro. Im letzten Jahr haben wir einen Rekord geknackt. 428 000 Euro konnte unsere Vor-Tour nach drei Tagen im Sattel beisteuern.

Sie steuern ja immer unterschiedliche Ecken in Rheinland-Pfalz an. Warum haben Sie diesmal Bingen als Hauptquartier gewählt?

Im vergangenen Jahr sind wir zum ersten Mal durch Rheinhessen gerollt. Das war bislang ein weißer Fleck für uns. Bingen eignet sich logistisch gut. Wir werden an den drei Tagen im Sommer Schleifen in den Hunsrück, in die Naheregion und durch Rheinhessen ziehen.

Wie muss man sich ihre Touren vorstellen?

Wir sind drei Tage lang mit einem ziemlich beeindruckenden Tross aus 130 bis 150 Radfahrern unterwegs. Die Stopps, um Spendengelder zu sammeln, sind vorab genau geplant. Auch die Routen stehen bereits. Das Tempo ist eher sportlich. Sonst schaffen wir die Distanzen nicht. Der Auftakt sonntags ist mit 40 Kilometern noch moderat, am Montag haben wir 99 Kilometer vor uns, am Dienstag 120 Kilometer. Zehn Stunden täglich im Sattel sind keine Seltenheit.

Klingt nicht nach gemütlichem Radausflug. Wie viel Zeit investieren Sie persönlich in die Vor-Tour?

Die Organisation ist mittlerweile ein Ganztagsjob für mich. Nach der Übergabe des rheinland-pfälzischen Benefizgeldes immer mittwochs in Gießen nach der Dreitagestour beginnt schon die Vorbereitung für das nächste Jahr.

Wie wird das Geld verwendet?

Unser Ziel ist, jedem krebskranken Kind eine Lebensperspektive zu eröffnen. Die staatliche Finanzierung allein reicht hier nicht aus. Es wird mehr Geld in der Krebsforschung benötigt, für neue Behandlungskonzepte und für die pflegerische und psychosoziale Betreuung.

Wie bereiten sich ihre Vortour-Hauptstädte auf die radfahrenden Geldsammler vor?

Am 16. Februar präsentiert sich das Organisationsteam in Bingen. Um 19 Uhr ist ein Vortreffen in der Mensa der Grundschule Burg Klopp angesetzt. Wir bitten dort um Unterstützung für unsere Aktionen. Wohnen werden wir am Rhein im NH-Hotel.

Wer Sie unterstützen oder sogar mitfahren möchte, wo gibt es Informationen? Unter www.Vortour-der-Hoffnung.de

Das Interview führte Christine Tscherner.

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/bingen/organisator-juergen-gruenwald-spricht-im-interview-ueber-die-22-benefiz-radtour-die-dieses-jahr-in-bingen-startet_17680383.htm