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Organisatorn der Vortour der Hoffnung rührt Werbetrommel in Bingen

BINGEN. Der Fahrplan steht: Die Vor-Tour der Hoffnung bezieht Ende Juli ihr Basislager im Binger NH-Hotel. Doch in den Monaten vor dem Benefiz-Radeln für krebskranke Kinder läuft die eigentliche Arbeit der Organisatoren: sämtliche Etappenziele der dreitägigen Tour besuchen und die Werbetrommel fürs Spendensammeln rühren.

In der Mensa der Binger Grundschule gaben die Radfahrer Beispiele. „Das jährliche Fußballfest kann unter dem Vor-Tour-Motto stehen oder die Grundschule einen Kinder-Spendenlauf initiieren“, nennt Vorsitzender Jürgen Grünwald Aktionen der Vergangenheit. Ob Tombola oder Trinkgeld der Damensitzung, Spendendose beim Weinfest oder Verkauf von eigens kreiertem „Vor-Tour“-Brot in den Monaten vor dem Start – jede Idee ist willkommen. Seit 22 Jahren organisiert Jürgen Grünwald die Vor-Tour (die AZ berichtete). Von 4500 Euro im ersten Jahr konnte sein Ehrenamtlichen-Team auf 428 000 Euro im vergangenen Jahr aufstocken. Insgesamt stattliche 3,1 Millionen Euro hat diese Radtour mit Promis in Rheinland-Pfalz über die Jahre zusammengebracht – unmöglich ohne das Engagement von ganz vielen Vereinen und Firmen vor Ort.

„Krebskranke Kinder sind zunächst einmal ein sehr ernstes Thema, das lähmt“, beschreibt Staatssekretär Salvatore Barbaro (SPD) seine Erfahrung als Mitradler. Aber das gemeinsame Tun schaffe Emotion. Sie übertrage den Funken der Hilfsidee von der Tour auf die Menschen vor Ort.

Ein Neun-Minuten-Film verquickt O-Töne der Radfahrer mit Informationen zu den Zielen und der Verwendung des Geldes. Die staatliche Finanzierung der Krebsforschung kann durch die großen Beträge unterstützt und psychosoziale Betreuung finanziert werden. „Wir haben in Hennweiler Ferienwohnungen finanziert, um Familien nach der monatelangen Krebsbehandlung ihrer Kinder eine Auszeit zu ermöglichen“, sagt Grünwald. Eine Anschubfinanzierung für ein ähnliches Projekt in Daun stehe in den Startlöchern.

„Wir werden versuchen, den Tour-Abschluss in Bingen mit einem Stadtfest auf dem Neffplatz zu kombinieren“, so Bürgermeister Ulrich Mönch (CDU). Der Kontakt zu BUZ und Werbegemeinschaft werde aufgenommen – Vertreter fehlten trotz Einladung zum Treffen. Von insgesamt 300 angeschriebenen Vereinen und Institutionen ist kaum ein Dutzend erschienen. Kein Kindergarten, kein Schulvertreter. Vielleicht war nicht wirklich klar, mit welch kleinen Aktionen wie Kuchenverkauf für den guten Zweck beim jährlichen Vereinsfest bereits Mithilfe möglich ist. Für Organisator Grünwald ist die geringe Binger Resonanz kein Drama. „Je kleiner die Gemeinde, desto mehr Menschen lassen sich für die Schwächsten der Gesellschaft gewinnen.“

Erste Ideen werden dennoch geboren: Der Internationale Freundeskreis bietet die Vor-Tour als Motto für sein Begegnungsfest an. Das Kinderfest Ende Mai im Park am Mäuseturm könne ebenfalls für das Spendensammeln genutzt werden. Der Skiclub fragt zur Teilnahmemöglichkeit fitter Rennradfahrer nach.

CityCenter-Manager Axel Eichholtz kann sich das nächste Marktfrühstück in Kombination mit der Vor-Tour vorstellen. Der Turnverein notiert sich Tourlied-Proben in den Kinderturnstunden für den Bühnenauftritt. „Wenn jeder nur eine Kleinigkeit beisteuert, dann ist doch am Ende viel erreicht“, verspricht Mönch noch einmal persönliche Ansprache.

(Christine Tscherner)

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/bingen/organisatorn-der-vortour-der-hoffnung-ruehrt-werbetrommel-in-bingen_17690413.htm