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Django Reinhardt gibt Benefizkonzert in Rheinböllen: Mit toller Musik krebskranken Kindern helfen

Rheinböllen. Hans-Josef Bracht und sein Team von Kümmerern der „Vor-Tour der Hoffnung“ hatten den würdigen Rahmen geschaffen für ein in jeder Hinsicht stimmungsvolles Konzerterlebnis: Es gastierte der Koblenzer Vollblutmusiker Django Reinhardt mit seinem 15-köpfigen German-Corner-Orchester.

Django Reinhardt und sein German-Corner-Orchester präsentierten im KiR ein Konzert der Extraklasse. Foto: Dieter Diether

 

„Zum ersten Mal in Rheinböllen“ – dieses Zitat des Künstlers wurde spontan vom Publikum aufgegriffen und entwickelte sich während des eineinhalbstündigen Konzerts zum Dauerspaß. Der Mittfünfziger hat es als einer der wenigen Nachkommen des legendären und einflussreichen Gitarristen Django Reinhardt geschafft, nicht nur den traditionellen Stil des großen Ahnen zu übernehmen. Sein Repertoire gleicht einem Kaleidoskop vieler Musikstile und beschert den rund 280 Zuhörern einen Abend mit unvergesslichen Stücken von Elvis Presley, Tom Jones oder Neil Diamond – eigens für das Orchester und den Künstler neu arrangiert. Natürlich durften neben den Interpretationen von Welthits auch die ererbten Elemente klassischer Gipsy-Musik in Sinti-Sprache nicht fehlen.

 

Zufrieden über das Spendenaufkommen reihten sich hinter den Schecks auf (von links): Erik Gregori, Hans-Josef Bracht, Nia Künzer, Jürgen Grünwald, Walter Desch, Heike Boomgaarden, Irene Heppel und Django Reinhardt. Foto: Dieter Diether

 

Mit „einem meiner Favoriten in allen Shows“ startete Reinhardt in sein Programm: „Let it be me“ von Elvis Presley. Es folgte Hit auf Hit früherer Tage: „Don’t cry Daddy“, „It’s now or never“ oder der unvergessene Evergreen „In the Ghetto”.

Soloeinlagen der Musiker begeistern

Die fantastische musikalische Bandbreite seines Orchesters offenbarte sich dem Publikum bei „Blue suede shoes” durch die Soloeinlagen der Musiker. Reinhardt meinte danach schmunzelnd: „Alle wach …?“ Ohnehin nahm er das Publikum von Anfang an mit, heizte die Stimmung an und animierte zum Mitmachen.

Spätestens bei „Delilah“ des großartigen Tom Jones stand der Saal Kopf. Reinhardt hatte die Bühne verlassen und mischte sich singend unters Publikum. Emotional und zurückhaltend dagegen der Schlusspunkt mit dem lyrischen „My way“ von Frank Sinatra. Bei der eher folkloristisch geprägten Zugabe peitschten Interpret und Orchester das Publikum noch einmal mit schnellen Klangfolgen energiegeladen auf.

Vor-Tour der Hoffnung macht im Juli in Rheinböllen Station

Eingebettet in die beiden musischen Teile des Abends fanden auch die Ausführungen von Hans-Josef Bracht und seinen Gästen zu Hintergründen und Spenden der „Vor-Tour der Hoffnung“ das Gehör des Auditoriums. Seit 22 Jahren sind Menschen mit dem Fahrrad unterwegs, um Gutes für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder zu bewirken. „2016 knackten wir einen Rekord und haben mehr als 428.000 Euro erhalten“, erzählte der Tour-Initiator Jürgen Grünwald. Die dreitätige Vor-Tour zur Tour 2017 führt durch Rheinhessen und den Hunsrück; sie erreicht Rheinböllen am 31. Juli.

In der Region für die Region, also für regionale Projekte, erhöht die Identifikation der Menschen mit dem sportlichen Ereignis und seiner Spendenintention. Irene Heppel, Vorsitzende des Vereins „Trauernde Eltern & Kinder“ aus Mainz, und Nia Künzer, Fußball-Weltmeisterin von 2003, sprachen über den Spenden-Segen von Sponsoren und Bevölkerung.

Die Vor-Tour-Kümmerer durften in Rheinböllen zwei Schecks in Empfang nehmen: Der Lions-Club Hunsrück namens seines Präsidenten Erik Gregori überreichte 2500 Euro. Walter Desch von Lotto Rheinland-Pfalz, Mitveranstalter des Benefizkonzerts mit Django Reinhardt, vermeldete ein Ergebnis von 15.000 Euro.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Diether