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Vor-Tour der Hoffnung rollt durch Kreis Mainz-Bingen

Von Jochen Werner

VG RHEIN-NAHE – Wenn ein Tross von über 150 Radlern unterwegs ist, in allen größeren Gemeinden Station macht und er überall umjubelt wird, wenn gleichzeitig eine von Mainz-05-Stadionsprecher Klaus Hafner und SWR-Pflanzendoktorin Heike Boomgaarden moderierte bunte Bühnenshow für Stimmung sorgt, wenn alle Menschen – klein und groß, Jung und Alt, Mitradelnde und Zuschauer – gut gelaunt sind und sich freuen, etwas Sinnvolles getan zu haben, dann ist zum 22. Mal im Land die Vor-Tour der Hoffnung auf Achse, um krebskranken Kindern zu helfen. Am Sonntag und Montag drehten die Prominenten aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur von Bingen aus ihre ersten beiden Schleifen, die sie auch durch verschiedene Gemeinden in der VG Rhein-Nahe führten.

Vier Stationen in Münster-Sarmsheim, Langenlonsheim, Stromberg und Waldalgesheim hatten die Akteure für den guten Zweck bereits hinter sich, als sie pünktlich um 17.30 Uhr am Sonntag in Weiler im alten Schulhof ankamen. Bis hierhin waren Spenden im Wert von knapp 20 000 Euro übergeben, wie in Münster-Sarmsheim und Waldalgesheim schaffte es auch Weiler, die Zahl von 3000 Euro insgesamt zu knacken. Der Groschen rollte überall und kam oft unverhofft. Ein Beispiel: Die Kerbejugend aus Neuwied/Gladbach, die die auftrommelnde Sambagruppe „Patusco“ begleitete, überreichte in Weiler einen Scheck von 1600 Euro. Dazu kam die Vorleistung der Radler. Die nämlich hatten laut Organisator Jürgen Grünwald außer der guten Laune und dem unbedingten Willen, etwas Gutes zu tun, bereits 95 000 Euro mitgebracht. Schirmherrin Petra Behle hatte in Bingen am Sonntagabend gesagt: „Es gibt nichts Besseres. Und es wird einem so leicht gemacht, wir alle haben so viel Spaß dabei.“ Die Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon freute sich nach dem ersten Tag schon auf den großen Gesamterfolg dieser Tour.

Motivator Michel aus Frankreich unterstützte jeden Einzelnen im Tross auf seine besondere Art. „Die Leute sind alle sehr engagiert“, lobte Hafner am Sonntagabend die Ideen der Menschen, das Ambiente in Weiler genauso wie den großen Betrieb in Waldalgesheim.

Zum ersten Mal dabei waren außer einigen Freunden des Skiclubs Bingen auch Bingens Bürgermeister Ulrich Mönch, der alle drei Etappen mitmacht, außerdem Karl Thorn. „Ich habe Blut geleckt und werde versuchen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein“, war der VG-Chef wie Mönch als begeisterter Radfahrer vom Sinn der Vor-Tour und der Art des Umgangs der Mitstreiter fasziniert.

Alle seien eine „unheimliche Gemeinschaft“, bestätigte Hafner: Jeder Teilnehmer komme für seinen Sprit genauso selbst auf wie für die Hotelkosten.