Bürgerengagement im besten Sinne
Feierliche Spendenübergabe der diesjährigen Tour der Hoffnung an begünstigte Einrichtungen. Koblenzer Kemperhof erhält 90.000 Euro.
Region. Noch nie war der Spendentopf so voll, noch nie profitierten so viele Kliniken und Selbsthilfegruppen davon und noch nie war der Netanyasaal des Alten Schlosses in Gießen bei der traditionellen Spendenübergabe der Tour der Hoffnung derart überfüllt. Aus Magdeburg, Dresden, Heidelberg, Hamburg, Halle/Saale und Freiburg waren Mediziner, Vertreter von Elterninitiativen, Vereinsvertreter und Forschungslabore nach Gießen gekommen, um sich von den Hoffnungsradlern beschenken zu lassen.
Gut 1,4 Millionen Euro an Spenden, erlöst bei vielen bundesweiten Aktionen, der VOR-TOUR und der Haupttour Mitte August, wurden im feierlichen Rahmen an 27 begünstigte Einrichtungen aus der ganzen Bundesrepublik vergeben.
„Die Tour der Hoffnung ist mehr als nur eine Aktion für den guten Zweck. Sie sorgt Jahr für Jahr dafür, dass Menschen unterschiedlichen Alters wieder hoffen können.“, betonte Pressesprecher Jürgen Grünwald. Die Spendenrekordsumme wurde vom Medizinischen Kuratorium festgelegt, deren Vorsitzender der Gründervater Prof. Dr. Fritz Lampert ist. In diesem Jahr fließen 223.000 Euro in die klinische Versorgung, 460.000 Euro in die Forschung und 612.000 Euro in die psychosoziale Betreuung, während 110.000 Euro für internationale Hilfsmaßnahmen aufgewendet werden. Die VOR-TOUR-Radler haben mit ihrem Rekordergebnis von 165.500 Euro einen großen Betrag hierzu geleistet. Ihr Motto: „In der Region (radeln), für die Region (spenden)“ fand auch beim medizinischen Kuratorium Gehör. Hocherfreut sind die Kümmerer der VOR-TOUR, dass auch vier Institutionen aus dem Einzugsbereich der Tour Berücksichtigung fanden.
90.000 Euro für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Kemperhof, Koblenz
Oberarzt Dr. Rudolf Ferrari von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Kemperhof Koblenz gibt Auskunft über die Mittelverwendung für das neue Projekt „Tele-Medizin“. „Hier geht es um die optimale Vernetzung in der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie und um regelmäßige Kontakte zwischen Patienten und der Klinik sowie um den weltweiten Experten-Austausch auf Basis geschützter Internet-Verbindungen. Zu erwarten ist, dass sich mit solchen Techniken die Ergebnisse auch für „exotsiche“ Fragestellungen nochmals steigern lassen.“
Hinter den Kulissen wird schon konkret an den Stopps und Streckenprofilen für das kommende Jahr gearbeitet. Die VOR-TOUR radelt am 8. und 9. August in den Kreisen Westerwald, Mayen-Koblenz, Rhein-Hunsrück und Bad Kreuznach. VOR-TOUR-Organisationsleiter Jürgen Grünwald aus Waldbreitbach dazu: „Die 16. Benefiz-Tour wird wieder tolle Begegnungen bringen. So gibt uns die BUGA in Koblenz, eine zweistündige Plattform auf der großen Bühne am Deutschen Eck am 8. August von 15 bis 17 Uhr, Johann Lafer empfängt die Radler zur wohlverdienten Mittagspause am zweiten Radlertag auf der Stromburg und erstmalig besuchen wir den Landkreis Bad Kreuznach.“






