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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Spendenübergabe bei „Tour der Hoffnung“ – Freude über neue Höchstmarke – Plädoyer für gesellschaftliches Engagement

„Geld, Hoffnung und Zuversicht“

Spendenübergabe bei „Tour der Hoffnung“ – Freude über neue Höchstmarke – Plädoyer für gesellschaftliches Engagement

GIESSEN (kg). Die zahlreichen Gäste, laut Gerhard Becker waren es 159, die zur Spendenübergabe der „Tour der Hoffnung“ in den Kultursaal des Rathauses kamen, waren zunächst ausgesperrt, denn die Schranke zur Tiefgarage unter dem Rathaus öffnete sich nicht. Nachdem sie Ausweichplätze fanden, konnte nach der Begrüßung durch Trompeter Walter Müller und dem traditionellen „Wein, Wasser und Brot“ die alljährliche feierliche Spendenübergabe beginnen.

Vorweihnachtlich dekoriert zeigte sich die Bühne des Konzertsaales. „die Rekorde werden nicht wegen der Rekorde aufgestellt, sondern um Kindern zu helfen“, sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz in ihrem Grußwort. Als ein Gerücht bezeichnete sie die Verlegung der Kinderneurologie von Gießen nach Marburg und erklärte dazu: „Solchen Plänen müssen wir mit allen Mitteln entgegentreten.“ Mit einer Spendensumme von 1,6 Millionen Euro wurde eine neue Höchstsumme erreicht. „Jeder, der spendet, gibt Geld, Hoffnung und Zuversicht“, dankte die OB nicht nur den Spendern, sondern auch den Organisatoren und Mitwirkenden.

Organisationsleiter Gerhard Becker betonte, die Tour der Hoffnung sie mehr als nur eine Aktion für den guten Zweck. „Ebenso wie ein Heilungsprozess viel Zeit erfordern kann, braucht der Kampf gegen Krebs gesellschaftliches Engagement.“ Die Tour sorge Jahr für Jahr dafür, und das schon zum 29. Mal, dass Menschen unterschiedlichen Alters wieder hoffen können. Prof. Fritz Lampert zeigte vor seiner Ansprache eine kleine sportliche Einlage, als er vom Boden auf die Bühne sprang, was für Erheiterung im Saal sorgte. Er blickte auf den neuen Spendenrekord, liebäugelte gar auf die Summe von zwei Millionen Euro. Dank, Lob und auch Stolz gehörten zu einem solchen Tag, sagte der „Vater“ der „Tour der Hoffnung“. Um eine 100-prozentige Krankheit zu 80, 90 Prozent zu heilen, müsse man Mittel haben, die bei dieser Veranstaltung durch das Zusammenwirken aller zusammenkommen. Das alles leisteten die mitradelnden Prominenten, die Organisatoren, die „liebreizende Stadt Gießen“ mit ihrer „charmanten OB“, dankte Lampert. Schirmherrin Petra Behle erinnerte sich in erster Linie an die Empfänge in den Kliniken, die bei ihr „sehr hängen geblieben sind“. „Es ist unglaublich, was bisher geleistet wurde“, drückte sie ihren Stolz aus. Nachdenklich und ergriffen reagierte die Sportlerin beim Gedenken an den Sportler und Begleiter der Tour Peter Hussing, der vor wenigen Monaten verstarb. Sportmoderator Werner Damm interviewte den Sportarzt der „Tour der Hoffnung“, Georg Müller, und hielt tatsächlich die Anweisung von Gerhard Becker, nun „kurz“ zu sprechen, ein. Unter den 28 Begünstigten Einrichtungen und Kliniken sind die Wolfgang und Karla Köhler Stiftung für krebskranke Kinder, Kelkheim/Taunus, mit 107 000 Euro, die Elterninitiative für Krebskranke Kinder Siegen (70 000), die Kinderhilfe für Organtransplantationen Frankfurt (80  000) und das Onkogenetische Labor der Universität Gießen im Bereich Humangenetik mit 30 000 Euro. Herzlich dankten die Vertreter der begünstigten Einrichtungen und Vereine für die Unterstützung, nachdem das obligatorische Foto mit den großen Spendenschecks gemacht war. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde übernahmen Tatjana Frenkel (Klavier), junge Künstler der Musikschule „Mein Musikplatz“ und Nora Schmidt. Nach dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Gasthausbrauerei „Alt Gießen“.

Foto: Jung

Quelle: General Anzeiger 03.12.12