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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Hendrik Hering überreichte in Hachenburg im Namen des Vereins "Vor-Tour der Hoffnung" 41000 Euro für "Kleine Herzen Westerwald" , die "Unnauer Patenschaft" und die Stiftung "Fly & Help".

Benefizradeln bringt der Region Gewinn

Hachenburg. Die „Vor-Tour der Hoffnung“ hat 2014 einen neuen Spendenrekord geschafft. 41 000 Euro davon fließen an Westerwälder Hilfseinrichtungen. Jürgen Grünwald hatte bereits 1996 die Idee, mit dem Rennrad zum Start der Tour der Hoffnung nach Gießen zu fahren, und dort einen Scheck für krebs- und leukämiekranke Kinder zu übergeben. Es wurden beim ersten Mal bereits stattliche 4500 DM gesammelt.
Seitdem hat Grünwald jedes Jahr eine „Vor-Tour“ organisiert. Angefangen 1996 mit zwei Radlern, sind mittlerweile jedes Jahr rund 120 Radfahrer, darunter zahlreiche Prominente, Politiker und Sportler,für den guten Zweck im Sattel unterwegs.

Darunter zum Beispiel auch die Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle aus Biebertal, aber auch der heimische Landtagsabgeordnete Hendrik Hering. Der Spendenbetrag ist seither jedes Jahr gestiegen. Dieses Jahr endete die Vor-Tour mit einem erneuten Rekordergebnis von 281127,95 Euro, die am Ende des Jahres zu 100 Prozent an 35 Institutionen in Deutschland verteilt werden. Drei dieser Einrichtungen befinden sich in unserer Region.

Hendrik Hering überreichte in Hachenburg im Namen des Vereins "Vor-Tour der Hoffnung" 41000 Euro für "Kleine Herzen Westerwald" , die "Unnauer Patenschaft" und die Stiftung "Fly & Help".

Das Bild zeigt von links: Renate Roos, Ursula Eller, Gerhard Marose und Manfred Franz von der Unnauer Patenschaft, Hendrik Hering und jürgen Grünewald, Torsten Bothe von der Reiner-Meutsch-Stiftung „Fly & Help“ sowie Günther Mies von den „Kleinen Herzen Westerwald“.

Zur Übergabe der Spenden hatte Hendrik Hering nun gemeinsam mit Jürgen Grünewald in sein Hachenburger Bürgerbüro eingeladen. Für Hering ist es selbstverständlich, sich jedes Jahr für die Vor-Tour freizunehmen und Fahrrad zu fahren. „Man sieht, was alles möglich ist, wenn sich Leute engagieren. Schließlich mangelt es nicht an Medikamenten, sondern an der Betreuung. Durch die VorTour der Hoffnung wird dies ausgeglichen“, sagte Hering. Ursula Eller, Renate Roos, Manfred Franz und Gerhard Marose von dem Verein „Unnauer Patenschaft“ zur Unterstützung krebs – und schwerstkranker Kinder“ bekamen 13000 Euro überreicht. Mit diesem Geld soll drei oder vier Menschen geholfen werden. Einer davon ist der kleine Phil. „Er hat in den Augen Tumore. In der Klinik in Essen, die auf solche Fälle spezialisiert ist, wird er zurzeit behandelt.

Das bedeutet für die junge Familie, regelmäßig nach Essen zu pendeln. „Das eine Auge musste dem Jungen bereits entfernt werden. Das andere hat Metastasen, die bis jetzt jedoch harmlos sind“, berichtete Franz. Ein weiterer Fall ist ein sechsjähriges Kind, das bereits im Mutterleib einen Schlaganfall erlitt. „Es ist daher schwerbehindert auf die Welt gekommen“, erklärte Franz weiter. Der Verein hat bereits ein Fahrzeug angeschafft, das im Januar behindertengerecht umgebaut werden soll. Außerdem betreut die Unnauer Patenschaft natürlich auch die Kinder weiter, die sie bereits seit einiger Zeit unterstützt. „Auch wenn keiner mehr an die Familie denkt, die Unnauer Patenschaft tritt noch lange für sie ein „, erläuterte Franz. Wir können einen Vorstand vorweisen, der von Anfang an dabei war und der alles vollkommen unentgeltlich und ehrenamtlich macht. Es entstehen also keine Verwaltungskosten oder dergleichen. Die Spenden gehen zu 100 Prozent an die Hilfsbedürftigen“, fügte er noch hinzu.

Ebenfalls 13000 Euro gingen an Günther Mies von „Kleine Herzen Westerwald“, aus Höhn. Der Verein unterstützt nur selten deutsche Kinder, da diese oft krankenversichert sind. „Vor vier Jahren musste beispielsweise ein Kind aus dem Kosovo operiert werden. Die Kosten beliefen sich auf 45 000 Euro. Wir haben 18000 Euro dazu beigesteuert. Den Rest übernahmen andere Stiftungen, und die Operation wurde möglich“, erklärte Günther Mies.Torsten Bothe, der Reiner Meutsch vertrat, nahm 15 000 Euro für die Stiftung “ Fly & Help“ entgegen. „Von diesem Geld wird eine Schule in Myanmar in Asien gebaut“ , sagte Bothe. Als Meutsch die Stiftung 2010 gründete, wollte er bis zum Jahr 2025 100 Schulen gebaut haben. Jetzt sind es bereits 58. Allein 24 Schulen sind für 2015 geplant. „Meutsch freut sich besonders darüber, dass die meisten Spenden aus dem Westerwaldkreis und aus Rheinland-Pfalz stammen. Er ist froh, dass seine Mitmenschen seine‘ Stiftung so stark unterstützen“, sagte Bothe. „Wir haben ein gutes Gefühl, die Spenden an diese Einrichtungen zu geben. Die Gelder fließen hier eins zu eins zu den Hilfsbedürftigen, denn es fallen keine Verwaltungs- oder Personalkosten an. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, erklärten Hendrik Hering und Jürgen Grünwald abschließend.

2015 feiert die Vor-Tour der Hoffnung ihr 20-jähriges Bestehen. Fahrrad gefahren wird dann dort, wo alles begann: In den Kreisen Ahrweiler und Neuwied. Hendrik Hering hat den Organisatoren seine Teilnahme bereits zugesagt.