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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Mehr als 25.000 Euro für krebskranke Kinder!

Spendenmarathon bei Big Band Sound in Ahrweiler – Open Air am Ahrtor begeisterte

TW. Wenn das mal keine gelungene Sache war: auf Initiative der Ahrweiler Bürgerschützen fand am vergangenen Freitag eine ganz besondere Veranstaltung statt. Am Ahrtor gab die Big Band der Bundeswehr ohne Gagenforderung ein Open Air Konzert bei freiem Eintritt, am Ende gab der Veranstalter eine Besucherzahl von dreieinhalb- bis viertausend Menschen an. Statt des Eintritts wurden fleißig Spenden für die Vortour der Hoffnung gesammelt, zusammen kamen mehr als 25.000 Euro.

Der Reihe nach: in Ahrweiler machen die St. Sebastianus Bürgerschützen immer wieder durch ihr soziales Engagement auf sich aufmerksam. Und so wurde vor geraumer Zeit die Idee einer großen Musikveranstaltung für soziale Zwecke geboren. Von da an nahm alles seinen Lauf. Die Schützen holten Bürgermeister Orthen mit ins Boot, gemeinsam ging ein Bewerbungsschreiben nach Euskirchen, wo die Big Band der Bundeswehr stationiert ist. Diese ist ebenfalls für soziales Engagement bekannt und schon des Öfteren für die Tour der Hoffnung, eine Radrundfahrt mit Prominenten und dem Ziel, Spendengelder zu sammeln, die krebskranken Kindern und ihren Familien zugutekommen, quer durch Deutschland unterwegs. Da kommt einiges zusammen, bislang rund 30 Millionen Euro in 30 Jahren. Geld, dass man dort einsetzt, wo Krankenkassen nicht zahlen, so Chefarzt Dr. Thomas Nüsslein vom Kemperhof in Koblenz. Ein Beispiel: die Tour übernimmt Kosten für die Unterbringung von Geschwistern erkrankter Kinder nahe bei ihren Brüdern oder Schwestern. Größter Einzelspender der Tour ist seit vielen Jahren die „Vortour der Hoffnung“ durch Rheinland-Pfalz. Diese erfuhr ihre Geburtsstunde 1995 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Initiator war und ist der damalige kreisstädtische Verkehrsdirektor Jürgen Grünwald. Seither sind alleine durch die Vortour 1,9 Millionen Euro gesammelt worden, alleine im letzten Jahr 301.000 Euro.

Die Big Band der Bundeswehr sagte zu und das Projekt begann zu rollen, das Ergebnis erlebte die Fangemeinde am Freitag. Auf dem Ahrtorparkplatz entstand am Tag eine überdimensionale Bühne mit zwei großen Leinwänden, die selbst Zuschauern in Schützen- oder Friedrichstraße die Big Band nahe brachte. Ein professionelles Filmteam sorgte für perfekte Bilder und Eindrücke. Mindestens genau so professionell: die Band selbst unter der Leitung von Christian Weiper. Rund zwei Dutzend absolute Profis, die ein musikalisches Feuerwerk abbrannten. Dabei huldigten sie insbesondere Musikgrößen wie Glenn Miller, Shirley Bassey, Chuck Mangione und SimplyRed mit Potpourris ihrer größten Werke. Die exotische Soulstimme der in Sambia geborenen Sängerin Bwalya war ein weiteres Highlight des Abends. Aber auch die Soli der einzelnen Musiker machten das große musikalische Können eines jeden einzelnen deutlich. Gut eineinhalb Stunden lang begeisterte die Big Band in Ahrweiler, ehe mit dem Monumentalwerk „Music“ von John Miles der offizielle Teil beendet war, dem dann allerdings mit dem dreigeteilten „Amazing Grace“ noch ein absoluter Höhepunkt als Zugabe folgte. Nach Angeben der Veranstaltern waren es zwischen 3500 und 4000 Zuhörer, die sich vor der Bühne einfanden und den Klängen der Big Band lauschten. Darunter waren natürlich viele Ahrweiler Bürger, aber auch zahlreiche Amateurmusiker, die teils weite Wege in Kauf genommen hatten, um die 1971 unter Günter Noris gegründete Big Band einmal live zu sehen.

Ebenso grandios wie die Show war die Spendenbereitschaft in Ahrweiler. Stabshauptmann und Big Band Manager Thomas Ernst fand zum Start des Abends die richtigen Worte, entlockte Bürgermeister Guido Orthen gleich einmal den kompletten dreistelligen Inhalt seiner Geldbörse, der in den Sammeleimer von Landrat Dr. Jürgen Pföhler wanderte. Dem Kreisoberhaupt erging es im Gegenzug nicht anders. Dann machten sich elf Zweierteams auf die Reise quer durchs Publikum. Landrat, Bürgermeister, Burgundia Carina Mombauer, Ahrweinkönigin Viktoria Kugel oder Dechant Jörg Meyrer, alle waren unterwegs. Wer gespendet hatte, wurde mit einem Aufkleber „ausgezeichnet.“ Am Ende des Konzertabends stand das Sammelergebnis fest: rund 14.000 Euro waren auf dem Konzertplatz zusammen gekommen. Zudem übergaben Karl-Heinz Conradt (Stadtzeitung), Cordula Krawehl-Nakath (Lions-Club), Hubertus Feist (Rotary Club), Dieter Zimmermann (Kreissparkasse) sowie Laura Raths aus Ahrweiler, die bei Verwandten und Bekannten 600 Euro gesammelt hatte, noch einmal Schecks in einer Gesamthöhe von mehr als 11.000 Euro. Alleine der Lions Club, der sich auch noch am Kuchen- und Weinstand einbrachte, spendete 6.400 Euro. Dazu kommen nun noch die Erlöse aus dem Getränkeverkauf, so dass es unterm Strich weit mehr, als 25.000 Euro sein dürften, die dieser Abend der Vortour der Hoffnung eingebracht hat. Noch offen ist zudem das Spendenkonto bei der Kreissparkasse Ahrweiler, Stichwort „VorTour der Hoffnung“, IBAN DE12 5775 1310 1000 3229 07, BIC MALADE51AHR.