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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Saulheimer Grundschüler sammeln mit Spendenlauf für Aktion „Vor-Tour der Hoffnung“

Saulheimer Grundschüler laufen für die VORtour der Hoffnung - Foto: photoagenten/Axel Schmitz

Foto: photoagenten/Axel Schmitz

SAULHEIM – Das Prinzip des Spendenlaufs ist nicht mehr neu. Sponsoren sammeln und dann für jede Sportplatzrunde abkassieren, um das Geld einem guten Zweck zukommen zu lassen, ist recht geläufig geworden. Was aber bei jedem einzelnen Spendenlauf wieder vollkommen neu ist, ist die ungebrochene Motivation der Teilnehmer und Helfer. Gerade diese war beim Spendenlauf der Saulheimer Grundschule am Freitag für jeden deutlich sichtbar.

Zuschauer feuern Kinder lautstark an

Dass eine solche Aktion nicht selbstverständlich ist, wird schnell vergessen, wenn man das Engagement der Lehrerinnen und Eltern und die Begeisterung der Schüler beobachtet. In Klassenstufen aufgeteilt, laufen sie, von den Zuschauern lautstark angefeuert, ihre Runden. Das gesammelte Geld soll an die Aktion „Vor-Tour der Hoffnung“ gehen, welche für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder unterwegs ist und vom 7. bis zum 9. August in Saulheim Halt macht.

„Wir haben nach einer Aktion gesucht, die wir ausführen können, ehe die Sommerferien beginnen“, erklärt Schulleiter Hans-Joachim Apelt. „Im Endeffekt ist es ja egal, was man macht – Hauptsache, man macht es.“ In einem Elternbrief war der Grund der Aktion erläutert worden, sodass auch jedes Kind weiß, wofür es in der Sommersonne seine Runden dreht. „Es kamen nur positive Reaktionen auf den Vorschlag“, so Apelt. Neben den Lehrerinnen stehen auch viele Eltern hilfsbereit an der Strecke. „Mich freut es, die Schule auf diese Art unterstützen zu können“, meint eine Mutter, deren Tochter ebenfalls mitläuft. „Und von kranken Kindern zu hören und zu verstehen, dass sie so helfen können, ist toll für die Schüler.“

Auch Henriette Jung und Markus Peter, die als Unterstützung am Streckenposten Getränke verteilen, sind dieser Meinung: „Das ist ein guter Ansporn“, erklärt Frau Jung. „Wir müssen sie hier tatsächlich eher bremsen als anstacheln.“ Lehrerin Anne Pasedach, die die Kinder über Mikrofon anfeuert, erzählt vom Arbeitsaufwand der Aktion: „Weil es das erste Mal war, war es natürlich nicht ganz leicht. Aber wir waren uns in der Konferenz einig, dass wir auf jeden Fall etwas zu dem Projekt beitragen wollen.“ Eine Kollegin ergänzt: „So etwas zum ersten Mal zu machen, bedeutet natürlich auch große Aufregung, ob alles klappt.“

Alle 289 Schüler haben Sponsoren gesucht

Der Erste Beigeordnete Franz Daichendt und sein Kollege Torsten Wethlow sind sehr begeistert über die große Teilnahme: „Ich hätte nicht gedacht, dass tatsächlich alle bereit sind, mitzumachen“, erklärt Daichendt. Tatsächlich hat sich jedes der 289 Schulkinder Sponsoren gesucht und ist beim Lauf dabei. Einige Kinder geben sich auf den Bahnen High-Five, sie motivieren sich gegenseitig und muntern sich auf, wenn es schwer wird. Die siebenjährige Louisa ist stolz, sieben Runden geschafft zu haben. „Das war schon ganz schön anstrengend, aber weil wir alle zusammen waren, hat mich das richtig gefreut“, erzählt sie. Mia (6), Mia (7) und Ella (7) aus der ersten Klasse sind froh, mit ihrem Lauf anderen Kindern helfen zu können. „Wir waren sehr aufgeregt am Anfang“, erzählen die drei. „Und es ist toll, dass alle so viel gelaufen sind. “Ein ganz ungewöhnlicher Schultag, dieser Freitag. „Es ist eben ein besonderes Ereignis, in jeder Hinsicht“, erklärt Schulleiter Apelt. Er ist überzeugt, dass viele Saulheimer Vereine dem guten Beispiel der Grundschule folgen und auch Spenden sammeln werden.

Quelle: Allgemeine Zeitung 13.06.2016 / Foto: photoagenten/Axel Schmitz