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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Hilfe für krebskranke Kinder: Vortour der Hoffnung verteilt Rekordsumme

Ein fast schon historischer Veranstaltungsort, gepaart mit jeder Menge Prominenz aus Politik und Spitzensport: Die Vortour der Hoffnung, die sich für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder einsetzt, hat bei ihrer Ausschüttung der Rekordsumme von 592.731,80 Euro im Mainzer Landesmuseum, in dem der Landtag übergangsweise eingerichtet ist, ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt.

Das wollten sich unter anderem SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Schweitzer, CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner und Hausherr Hendrik Hering (SPD, Präsident des Landtages) natürlich nicht entgehen lassen. Gemeinsam mit den Weltklasseathleten Petra Behle (Biathlon), Franz-Josef Kemper, Ellen Wessinghage, Carolin Hingst (alle Leichtathletik), Hans-Peter Durst (Radsport), Michael Puderbach (Inline-Skating) sowie der deutschen Weinprinzessin Laura Lahm aus Ensheim/Rheinhessen fungierten sie als Scheckpaten. Schecks in Höhe von 5000 bis 30.000 Euro gingen an die 20 Kliniken, Selbsthilfegruppen, Elternvereine und Stiftungen, bis dann Vortouraktivist Raimund Wittlich aus Hausen noch den Super-Scheck in Höhe von 333.231,80 Euro an die Chefin der Tour der Hoffnung, Petra Behle, überreichen konnte.

Wichtig ist den Teilnehmern und Helfern der Vortour der Hoffnung um Cheforganisator Jürgen Grünwald aus Waldbreitbach, dass die gesammelten Spenden unmittelbar in die Region fließen – ein Aspekt, der den Erfolg der beispiellosen Spendenaktion begründet. Und das gelingt in jedem Jahr erfolgreicher. Landtagspräsident Hendrik Hering, der selbst bei der Vortour gern in die Pedale tritt, sprach von einer „großen Familie“, die die Aktion letztendlich zum Erfolg führt. „Wir brauchen nicht nur die beste Diagnostik und Medikamente, sondern auch die Fürsorge für die betroffenen Kinder und deren Familien“, sagte Hering. Einzelne Politiker des Landtags hätten durch ihre aktive Teilnahme mittlerweile einen starken Bezug zu der Benefiz-Radtour. „Diese beispielhafte Aktion steht für die Menschlichkeit im Land“, sagte der Landtagspräsident.

Das eingesammelte Geld steht allerdings nur in dieser Höhe zur Verfügung, weil die Vortour der Hoffnung auch neben ihrer Benefiztour im Sommer ständig im Einsatz ist. Dass der Erlös einer Dorfkirmes oder eines Landfrauenbasars für einen guten Zweck gespendet wird, ist nichts Neues. Mehr als 50 begleitende Aktionen übers Jahr, so Jürgen Grünwald, sorgen allerdings dafür, dass solche Spenden immer häufiger in den Topf der Hoffnungsradler fließen. So sind die Kümmerer der Vortour ständig unterwegs, organisieren Wohltätigkeitskonzerte, Infostände bei Märkten, die Radler rollen bei „WIEDer ins TAL“ in Grün durchs Wiedtal, und so manche andere Aktion wird mit viel ehrenamtlicher Hilfe auf die Beine gestellt. Und die spendenfreudigen Menschen in Rheinland-Pfalz unterstützen dieses Engagement, denn sie wissen, dass ihr Geld da ankommt, wo es gebraucht wird.

Wie vielfältig die Aktivitäten der einzelnen Gruppen bei der Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder und deren Eltern sind – und wie wenige Leistungen durch öffentliche Gelder finanziert werden – offenbarte die Feier im Mainzer Landtag. Erika Görhard, die zusammen mit Rudi Kappes 5000 Euro für den Hospizverein Simmern mit nach Hause nehmen durfte, brachte es auf den Punkt: „Es gibt so viele Leistungen, die nicht abgedeckt sind.“ Das hatte Hendrik Hering mit „Fürsorge für die betroffenen Kinder und deren Familien“ gemeint. Die medizinisch notwendigen Dinge werden durch das Gesundheitssystem beglichen. Alle weiteren notwendigen Leistungen nicht. Das geht sogar so weit, dass ein Oberarzt der Kinderklinik Kemperhof Koblenz für wichtige Nachsorgeuntersuchungen ein modernes Ultraschallgerät anschaffen will – was nun durch den Erhalt eines Spendenschecks über 15.000 Euro erleichtert wird. jn/tor

Die Vortourradler verteilten in Mainz Schecks an Einrichtungen in der Region und einen „Super-Scheck“ an die große Tour der Hoffnung. Foto: Jörg Niebergall