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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Ein Brot, das kranken Kindern Hoffnung gibt: Ab 28. November im Nauorter Ladengeschäft zu kaufen

Der Nauorter Bäckermeister und Konditor Florian Gras backt ein eigenes Brot für die „Vor-Tour der Hoffnung“ und unterstützt damit krebskranke Kinder in Rheinland-Pfalz. Der junge Unternehmer, der sich erst im Juli mit seinem Handwerksbetrieb „Kleine Backwelt“ im Westerwald selbstständig gemacht hat, hatte die Idee, ein besonderes Brot für den guten Zweck zu backen.

Das Wäller Brot zugunsten der Benefiz-Radtour „Vor-Tour der Hoffnung“ wird erst am kommenden Mittwoch offiziell vorgestellt. Doch der Nauorter Bäcker Florian Gras (rechts), seine Partnerin Melanie Gottwald und Tour-Gründer Jürgen Grünwald haben uns schon mal einen Vorgeschmack gegeben.
Foto: Stephanie Kühr

Das Weizenmischbrot, das aus Natursauerteig, Sojaschrot und Kürbiskernen hergestellt wird, gibt es ab 28. November im Ladengeschäft in der Nauorter Katharinenstraße 2 und bei ausgewählten Benefizaktionen rund um die Tour zu kaufen. Ein Teil des Erlöses geht an die „Vor-Tour der Hoffnung“ sowie an die „Tour der Hoffnung“, die größte privat organisierte Benefiz-Radtour in Deutschland. Das Brot wird am kommenden Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der junge Bäcker Florian Gras schätzt und verfolgt die Vor-Tour der Hoffnung seit vielen Jahren. Kurz nachdem der 31-Jährige im Sommer den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hatte, reifte sein Entschluss, mit seinen Backwaren auch etwas Gutes tun zu wollen. Die Idee für das Brot, das den wohl klingenden Namen „Das Hoffnungsvolle“ trägt, war geboren. „Es ist das gute Brot für den guten Zweck“, sagt der 31-Jährige augenzwinkernd. „Wir wollten etwas Gutes tun. Denn wir können dankbar sein, dass wir gesund sind, und es uns gut geht“, betont seine Lebensgefährtin Melanie Gottwald, die in der kleinen Bäckerei an der Nauorter Kirche als gute Seele hinter der Ladentheke steht und sich um die Buchhaltung kümmert.

Gesagt – getan. Florian Gras schrieb eine E-Mail an Jürgen Grünwald, den Gründer und Organisationsleiter der „Vor-Tour der Hoffnung“. Der Waldbreitbacher Unternehmer „im Unruhestand“ sagte sofort zu. Schließlich hat die Tour bereits einen eigenen Wein, einen Honig, eigenes Rapsöl, und eine Wurst gibt es auch. Nur das Brot fehlte noch. „Ich habe das Nauorter Brot probiert und war sofort begeistert. Außerdem fand ich es sehr charmant, dass ein junges Paar, das sich gerade seine Existenz mit einer Bäckerei aufbaut, an andere Menschen denkt und auf die Idee kommt, etwas Gutes zu tun. Das ist bemerkenswert“, sagt Grünwald bewegt und fügt hinzu: „Es sind solche Aktionen und Veranstaltungen, die sich wie kleine Mosaiksteine am Jahresende zu einem ganzen Bild fügen“. Auf diese Weise ist allein in diesem Jahr die Rekord-Spendensumme von 612.558,95 Euro zusammengetragen worden, freut sich der Erste Vorsitzende.

Ein Blick zurück: 1996 hatte Grünwald, damals Verkehrsdirektor der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Idee, mit dem Rennrad zum Start der 1983 vom Gießener Medizinprofessor Dr. Fritz Lampert gegründeten „Tour der Hoffnung“ nach Gießen zu fahren und einen Spendenscheck über 4500 Mark zu überreichen. Sein Freund Gregor Waldorf radelte mit ihm. Aus den 4500 Mark sind 2018 mehr als 600.000 Euro geworden – seit 1996 wurden stattliche 4,3 Millionen Euro für kranke Kinder gesammelt. Aus den zwei Radlern wurden binnen 22 Jahren 130 Teilnehmer, die zum Auftakt der Tour der Hoffnung an drei Tagen gut 300 Kilometer quer durch Rheinland-Pfalz radeln und Spenden sammeln. Die Vor-Tour ist damit eine von vielen Veranstaltungen, die sich der Hilfe für krebskranke Kinder verschrieben haben und der Tour der Hoffnung zuarbeiten. Bei der Benefiz-Radtour durch Deutschland wurden seit 1983 mehr als 36 Millionen Euro gesammelt.

„Die Vor-Tour lebt vom Engagement all derer, die am Rande der Strecke und in den Etappenzielorten unsere Sache zu ihrer Sache machen“, erklärt Grünwald. Vereine oder Belegschaften starten Spendenaktionen, oder sie nutzen den Stopp der Hoffnungsradler, um Feste zu veranstalten, bei denen wieder fleißig Spenden gesammelt werden. „Der Einfallsreichtum ist riesengroß. Die Stopps sind oft sehr emotional. Dabei sind es insbesondere die kleinen Aktionen, die zählen“, meint Grünwald. So wie das Nauorter Hoffnungsvolle von Florian Gras. Jeder verkaufte Brotlaib gibt Hoffnung und trägt dazu bei, dass krebskranken Kindern geholfen werden kann. Bemerkenswert.

Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

Quelle: Westerwälder Zeitung, 20.11.2018