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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Jubel für die Vor-Tour der Hoffnung in Polch

Jubel, La-Ola und große Spendenschecks: Die Vor-Tour der Hoffnung ist bei ihrem Stopp in Polch begeistert empfangen worden. Mehr als 160 Radlerinnen und Radler machten insgesamt im Jubiläumsjahr mit.

Einen Empfang voller Freude, Emotionen und Bewunderung bereitete die Stadt Polch der Vor-Tour der Hoffnung. Im 30. Jahr ihres Bestehens rollten mehr als 160 Fahrerinnen und Fahrer für den guten Zweck durch das nördliche Rheinland-Pfalz. Wobei der Stopp in Polch sicherlich fest in den Tour-Erinnerungen verankert sein wird.

Denn was Vereine und Stadt auf die Beine gestellt hatten, konnte sich sehen lassen. Schon am frühen Morgen war der Marktplatz gefüllt mit fröhlichen Menschen, die Sonne lachte und die freudige Erwartung auf die sportlich Aktiven lag in der Luft. Moderator Achim Wiedemann trainierte mit dem Publikum schon mal die La-Ola-Welle, Ortsbürgermeister Gerd Klasen und der Erste Beigeordnete Robert Brand bedankten sich für das große Engagement der Vereine und für die umfassende Unterstützung durch die Blaulichtfamilie. Pünktlich erschienen die Akteure für den guten Zweck. Bejubelt von einer großen Menschenmenge, bestens gelaunt, aber auch mit einigen Kilometern in den Beinen und mit echtem Respekt vor der Strecke. „Gestern war es schon ganz schön anstrengend”, berichtete Teilnehmer Volker Gelhard. Immerhin waren mehr als 120 Kilometer zu absolvieren. „Man sollte vorher auf jeden Fall ein bisschen trainieren”, so sein Tipp.

„Mit zwei Mann hat es 1996 angefangen“

Seit 1996 ist Ehrenvorsitzender Jürgen Grünwald nicht nur aktiv mit dabei, sondern auch Ideengeber und Initiator der Vor-Tour der Hoffnung. Er erinnerte an deren Start vor 30 Jahren: „Mit zwei Mann hat es angefangen. Toll, dass wir jetzt mit über 160 Radlerinnen und Radlern unterwegs sein können.” Im Jahr 1996 wurde vom damaligen Verkehrsdirektor der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, eben diesem Jürgen Grünwald, die Idee geboren, mit dem Rennrad zum Start der Tour der Hoffnung nach Gießen zu fahren, um dort einen ansehnlichen „Startscheck“ zu übergeben. Zusammen mit seinem Freund Gregor Waldorf realisierte er dieses Vorhaben.

Ab dann kannte diese Idee nur eine Richtung: nach oben. Bei der diesjährigen Vor-Tour der Hoffnung konnte nach dem zweiten Tag der dreitägigen Rundfahrt bereits als Zwischenbilanz die Summe von fast 640.000 Euro genannt werden. Im vorigen Jahr konnten insgesamt 777.000 Euro an Spendengeldern weitergegeben werden. Seit 1996 kamen fast 8,6 Millionen Euro zugunsten krebskranker, Not leidender und hilfsbedürftiger Kinder zusammen. Die Erlöse fließen unter anderem in die Krebsforschung, in neue Behandlungskonzepte sowie in pflegerische und psychosoziale Betreuungsangebote für betroffene Kinder und ihre Familien.

 

Energie für eine Polonaise

In Polch hatten die Sportlerinnen und Sportler nach einer kurzen Rekreationsphase auch die Zeit und Energie für eine lustige Polonaise über den Platz und einige La-Ola-Wellen. Gemeinsam mit vielen Kindern stimmte auf der Bühne Hans-Hermann Walkenbach das eigens von Chris Benett komponierte Lied „Für alle Kinder dieser Welt” an. Die zahlreichen Spendengeber wurden in gebührender Weise geehrt. Viele Vereine, Unternehmen und Institutionen hatten sich am Vor-Tour-Projekt mit einer ganzen Reihe von Aktionen und Aktivitäten beteiligt und konnten eindrucksvolle Spendenschecks überreichen. Moderatorin Juliane Schäfer, selbst begeisterte Sportlerin und Ex-Weinmajestät, führte unterhaltsam durch das morgendliche Programm und rückte die Entstehungsgeschichte aller dieser Beiträge ins Bühnenlicht. Sie dankte auch den sogenannten „Kümmerern”, die sich in verschiedenen Bereichen in besonderer Weise für die Vor-Tour der Hoffnung einsetzen.

 

Quelle Rhein-Zeitung online, 26.07.2026