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Die Benefiz-Radtour in Rheinland-Pfalz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer fuhr die letzten fünf Kilometer in Neuwied gemeinsam mit Landrat Kaul auf einem Tandemrad mit.

VOR-TOUR der Hoffnung brachte 416.919,83 Euro ein

Es ist mit Abstand der höchste Spendenbetrag, den die VOR-TOUR der Hoffnung in ihren 20 Jahren erradelt hat. An allen Stationen wurden die bis zu 150 Radler begeistert empfangen. Unsere Ministerpräsidentin fuhr die letzten fünf Kilometer in Neuwied gemeinsam mit Landrat Kaul auf einem Tandemrad mit.

Kreis Neuwied. Die ersten beiden Tage, der insgesamt dreitägigen Tour, waren sehr verregnet. Davon ließen sich weder Radler, Spender noch Zuschauer wirklich abhalten. Am dritten Tag kam der Tross in den Landkreis Neuwied. Linz war die erste Station und der Start, der vor dem Linzer Rathaus erfolgte. In Linz spendeten unter anderem der Kreis (Landrat Rainer Kaul), die Stadt (Bürgermeister Hans Georg Faust) und die Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft (Thomas Herschbach) jeweils 500 Euro.

Erstes Etappenziel war die Rheinuferpromenade von Bad Hönningen. Pünktlich mit der Begrüßung der Gäste durch Reiner Meutsch und Winfried Lotzmann kamen die Sonnenstrahlen durch, die zur entspannt fröhlichen Atmosphäre im Kurpark der Badestadt passten. Die Organisatoren der Vor-Tour konnten zum Abschluss ihres Aufenthalts verkünden, dass der Spendenbetrag bis dato bereits den bisherigen Rekord gebrochen hat.

Ein besonderer Empfang wurde dem Initiator der VOR-TOUR, Jürgen Grünwald, in Waldbreitbach bereitet. Es hatten Vereine, Schulen und Kindergärten mobil gemacht. Hier sprang auch Eduard Ginger das erste Mal mit dem Fallschirm ab und landete auf der neugemachten Hauptstraße, die links und rechts von den Zuschauern gesäumt wurde. Für die Übergabe der Spendenschecks hatten sich die Waldbreitbacher etwas ganz besonderes ausgedacht. Ihre Schecks hingen an einem langen Band an einem Steiger. Die Schecks wurden unter dem Applaus der Anwesenden feierlich enthüllt.

Steil nach oben ging es dann in Richtung Kurtscheid, der höchsten Stelle im Kreis Neuwied und weiter zum nächsten Stopp am Monte Mare in Rengsdorf. Auch hier hatten sich wieder viele Gäste eingefunden und erlebten die Moderation von Heike Bungarten und Reiner Meutsch. Die Moderatorin luchste Reiner Meutsch die Zusage ab, dass er für jeden Tourteilnehmer, der in voller Montur ins Außenbecken der Sauna springt, jeweils 100 Euro zahlt. Schnell waren 1.100 Euro zusammen und elf Prominente nass. Mit rund 375.000 Euro in der Tasche ging es weiter nach Raubach.

<em>Der Sprung ins kühle Nass brachte 100 Euro ein. Fotos: Marc Fleischer, Andreas Kossmann, Wolfgang Tischler und Helmi Tischler-Venter</em>

Der Sprung ins kühle Nass brachte 100 Euro ein. Fotos: Marc Fleischer, Andreas Kossmann, Wolfgang Tischler und Helmi Tischler-Venter

Bei Head Marketing gab es erst einmal eine kräftige Stärkung und natürlich weitere Schecks. Die nächste Etappe war kurz, denn bereits in Puderbach am Alten Bahnhof war die nächste Station. Bei der Einfahrt zum Bahnhof kamen die Erinnerungen der letzten beiden Tage zurück. Dort spritzten die Bamini-Feuerwehr, die Feuerwehrjugend und die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren Puderbach und Raubach – nach Größe gestaffelt – Wasserbögen Richtung Holzbach, unter denen die Radfahrer lachend und winkend hindurchfuhren.

Auf einer großen Fahne gaben die TOUR-Teilnehmer Autogramme. Dieses Banner soll laut Bürgermeister Mendel am Puderbacher Weihnachtsmarkt zu Gunsten der guten Sache versteigert werden. Auch der Inhalt der Spendenboxen an dem Puderbacher Verpflegungsstand ist dafür vorgesehen.

Dann wurden Spendenschecks auf der Bühne an die prominenten TOUR-Teilnehmer übergeben. Banken, Unternehmen, Gewerbevereine, Feuerwehr und private Spender trugen zur Steigerung des Gesamterlöses bei. Jürgen Grünwald war ganz gerührt, dass eine Dame aus dem Publikum ganz spontan und anonym 50 Euro abgab. Grünwald ist das Sammeln von Spenden für krebskranke Kinder eine Herzensangelegenheit und es lag ihm auch am Herzen, festzustellen, dass jeder Euro ankommt, denn zur Finanzierung der Tourkosten tragen die Teilnehmer Werbeaufdrucke auf ihren Trikots.

Einer der Höhepunkte des Tages war der Fallschirmabsprung des ehemaligen Kunstturners und Reck-Weltmeisters Eberhard Gienger über Puderbach. Gienger landete punktgenau auf dem für ihn markierten weißen Kreuz und war sofort von Fans umringt. Das sei eine schöne Gegend stellte Gienger fest, er habe sogar eine romantische Burgruine (die Burg Reichenstein, Anm. der Redaktion) gesehen.

Einer der Höhepunkte des Tages war der Fallschirmabsprung des ehemaligen Kunstturners und Reck-Weltmeisters Eberhard Gienger über Puderbach.

Einer der Höhepunkte des Tages war der Fallschirmabsprung des ehemaligen Kunstturners und Reck-Weltmeisters Eberhard Gienger über Puderbach.

Dann verließ die TOUR ganz kurz den Kreis Neuwied, um in Bendorf Station zu machen, ehe es nach Gladbach weiterging. Dort wurde den Radlern ein grandioser Empfang bereitet. Hunderte Zuschauer säumten den Weg und ließen eine Atmosphäre wie an der Copacabana aufkommen. Hier gab es auch die größte Einzelspende. Es war die Radgruppe HWI Gladbach, die eine Summe von 20.586,43 Euro überreichte. Der ganze Ort hat dazu beigetragen, dass dieser Betrag zusammenkam.

Die Rührung war den Organisatoren anzumerken. Normalerweise wäre Eduard Ginger auch in Gladbach noch einmal mit dem Fallschirm gelandet, aber er musste nach Berlin zur Abstimmung im Bundestag über das Hilfspaket für Griechenland. Stattdessen übernahm es sein Kollege Andi Boss mit dem Fallschirm zu landen.

Weiter ging es nach Niederbieber zur Familie Weller. Hier stieß die Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu dem Tross. Sie bekam das grüne Trikot übergezogen, um dann gemeinsam mit Landrat Rainer Kaul auf einem Tandem die letzten fünf Kilometer mitzufahren. Bevor es losging wurde noch einer nass. Der Rengsdorfer Bürgermeister Christian Robenek wurde für 250 Euro ermutigt ins Aquarium des La Mer zu springen und den Fischen einen Besuch abzustatten. Den Betrag durfte er natürlich nicht behalten, sondern der kam in den großen Spendentopf.

Dann ging der Tross wieder auf die Straße Richtung Innenstadt Neuwied, wo die letzte Station, die Sparkasse, angefahren wurde.

Dann ging der Tross wieder auf die Straße Richtung Innenstadt Neuwied, wo die letzte Station, die Sparkasse, angefahren wurde.

Dann ging der Tross wieder auf die Straße Richtung Innenstadt Neuwied, wo die letzte Station, die Sparkasse, angefahren wurde. Vorstandsmitglied Thomas Paffenholz war diesmal mitgefahren, bislang hatte dies immer der pensionierte Vorsitzende des Vorstandes Klaus Pinkemeyer gemacht. Der ließ es sich aber nicht ganz nehmen und stieß in Gladbach gemeinsam mit Nikolaus Roth zu den Radlern und fuhr die Schlussetappe mit.

Weil er mit Krücken unterwegs war, konnte der Sänger Chris Bennett nicht mehr mitradeln, aber wie gewohnt singen. Er hatte sich am Beginn der TOUR verletzt, blieb aber tapfer bis zum Schluss dabei. Als am Abend im Food Hotel dann Kassensturz gemacht wurde, war die stolze Summe von 416.919,83 Euro zusammengekommen. Der Betrag kommt krebskranken Kindern zugute. (woti)